Welche Kaffeesorten in Bioqualität gibt es?

Welche Kaffeesorten in Bioqualität gibt es?

Es gibt viele unterschiedliche Kaffeesorten, von denen einige echte Bestseller sind und andere so selten, dass sie nur wenige Menschen kennen. Wer heute ein Pfund Kaffee kauft, bekommt in der Regel entweder Arabica oder Robusta, zwei Kaffeesorten, die sich besonders großer Beliebtheit erfreuen. Zudem gibt es magenfreundliche und koffeinfreie Kaffees, Luxuskaffees und viele Kaffeesorten in Bioqualität. Alle Sorten unterscheiden sich durch ihr einzigartiges Aroma, wer jedoch seinen Kaffee mit gutem Gewissen trinken möchte, sollte sich für eine der Kaffeesorten in Bioqualität entscheiden.

Arabica – die Kaffeesorte mit Geschichte

Arabica gilt als die ursprünglichste alle Kaffeesorten, um deren Entdeckung sich eine hübsche Legende rankt. Es waren die Ziegen äthiopischer Hirten, die die kirschenähnlichen Früchte eines Strauches gefressen haben und anschließend die ganze Nacht aktiv waren. Als die Hirten die vermeintlichen Kirschen selbst probierten, blieben auch sie die ganze Nacht munter. Die Kirschen waren die Früchte der Kaffeepflanze und das, was die Ziegen und die Hirten so wach gehalten hat, waren wohl die Vorläufer der heutigen Arabica-Bohne. Äthiopien ist heute der Importeur für Kaffee schlechthin. Der beste Arabica stammt immer noch aus der Region Kaffa, die dem beliebten Getränk seinen Namen gegeben hat. Arabica wächst bevorzugt in höheren Lagen und reift dort langsam heran. Dies gibt der Sorte Zeit, ihr Aroma vollständig zu entwickeln.

Kaffeesorten in Bioqualität – der Robusta

Robusta – der Name verrät schon, welche besondere Eigenschaft diese Kaffeesorte auszeichnet: Robustheit. Zu Unrecht ist der Robusta in den letzten Jahren etwas in Verruf gekommen. Vielleicht liegt es daran, dass er mehr Säuren und weniger Öle enthält als beispielsweise der Arabica. Dafür entwickelt der Robusta jedoch ein breiter gefächertes Spektrum an Aromen. Robusta gehört zu den Kaffeesorten in Bioqualität, die einen recht hohen Anteil an Koffein haben, was ihn nicht nur stärker, sondern auch bitterer macht als andere Sorten. Als Biokaffee wird der Robusta sehr schonend geröstet, was ihm einen großen Teil Chlorogensäure entzieht. Geschmacklich kann er allerdings immer noch überzeugen.

Kopi Luwak – edel und teuer

Kostet ein Kaffee 800,- Euro pro Kilogramm oder sogar mehr, dann muss es sich um einen ganz besonderen Kaffee handeln. Kopi Luwak heißt dieser Kaffee, der aus Indonesien stammt und einmal den Verdauungstrakt der dort heimischen Schleichkatze durchlaufen hat, bevor er weiterverarbeitet wird. Dies klingt unappetitlich, aber der Verdauungsapparat der Katze hat einen wesentlichen Anteil am Aroma des Kaffees. Eine entscheidende Rolle, wie der Kopi Luwak letztendlich schmeckt, spielen der Reifegrad der Bohnen, die Witterung und wenn die Katze sie frisst. Diesen Kaffee gibt es leider nicht als Biokaffee, aber wer sich eine Tasse davon leisten kann, denkt wahrscheinlich auch nicht an die Bioqualität dieser Sorte.

Fazit zu Kaffeesorten in Bioqualität

Die vielen verschiedenen Kaffeesorten machen es nicht leicht, die persönlich richtige Sorte zu finden. Wer es aromatisch mag und für die Biovariante nicht allzu viel ausgeben möchte, sollte einen Kaffee aus Arabica-Bohnen wählen. Alle, die ihren Kaffee gerne stärker und mit einem leicht bitteren Aroma bevorzugen, sind mit einem Kaffee aus Robusta-Bohnen gut bedient. Soll es jedoch etwas besonders Exklusives sein, dann ist Kopi Luwak die richtige Sorte, denn extravaganter kann Kaffee nicht sein.

Bild: @ depositphotos.com / photo3idea

Tommy Weber

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