Schmeckt Kaffee aus dem Handfilter besser?

Schmeckt Kaffee aus dem Handfilter besser?

Für Kaffeeliebhaber ist es schon fast eine Religion, den Kaffee per Hand zu filtern. Sie würden diese Arbeit niemals eine Maschine machen lassen, denn nur der Kaffee aus dem Handfilter ist der echte, der wahre Kaffee. Vor allem bei der Zubereitung von Biokaffee geht nichts über die Zubereitung mit dem Handfilter, da der Kaffee nur auf diese Weise sein ganz besonderes Aroma entfalten kann. Was ist wichtig für alle, die ihren Kaffee mit einem Handfilter zubereiten wollen?

Kaffee aus dem Handfilter – dies sind die wichtigsten Kriterien

Wer seinen qualitativ hochwertigen Biokaffee mit der Hand filtern möchte, muss besonders auf vier Punkte achten:

  • Die richtigen Filtertüten
  • Die passende Größe des Filters
  • Die Form des Filters
  • Das Material des Filters

Vor allem das Material entzweit die Kaffeefreunde, die ihren Kaffee aus dem Handfilter bevorzugen. Kunststoff ist bei den meisten Puristen des Kaffeekochens verpönt. Glas ist eher etwas für die Hipster unter den Kaffeefreunden und Metall ist im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache. Bleibt der Filter aus Porzellan, den viele empfehlen. Besonders umweltbewusst sind die Varianten aus Porzellan, Metall und Glas. Der Filter aus Kunststoff kann mit seinem geringen Gewicht und mit seinem stets niedrigen Preis punkten. Wer sich für einen Filter aus Metall entscheidet, sollte Kupfer wählen, da das rötliche Metall die Wärme besonders gut leiten kann.

Der perfekte Aufguss

Hat das Wasser die richtige Temperatur für den Aufguss und ist die passende Filtertüte im richtigen Filter, dann geht es an den Aufguss. Kaffee aus dem Handfilter braucht etwas Zeit und Geduld, denn das Wasser muss gleichmäßig auf dem Kaffeepulver verteilt werden. Entscheidend für den späteren Genuss ist ebenfalls die richtige Ziehzeit. Zunächst wird die gesamte Oberfläche mit nur wenig Wasser und mit sanft kreisenden Bewegungen angegossen. Anschließend das Ganze eine halbe Minute quellen lassen. In dieser sogenannten „Blooming-Phase“ wird jedes Kaffeekörnchen aktiviert und kann sich öffnen. Danach das Wasser ebenfalls mit kreisenden Bewegungen nachgießen, und zwar so lange, bis der Filter voll ist. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass sich kein „Krater“ bildet. Sollte das Kaffeemehl am Rand kleben, vorsichtig etwas Wasser darübergießen.

Ist ein Dauerfilter eine gute Wahl?

Alle, die gerne und entsprechend viel Kaffee trinken, der mit einem Handfilter aufgebrüht wird, sollten vielleicht über den Kauf eines Dauerfilters nachdenken. Im Unterschied zu den Filtertüten aus Papier, die viele feine Poren haben, sind die dauerhaften Filter etwas grober. Anders als beim Papierfilter verändern sich die Fasern oder kleinen Löcher beim Kontakt mit dem heißen Wasser nicht, denn dazu müsste der Filter deutlich feinmaschiger sein. Kaffeeliebhaber, die gerne einen guten Biokaffee mit viel Aroma trinken, sollten deshalb von einem Dauerfilter absehen.

Fazit zum Kaffee aus dem Handfilter

In Sachen Handfilter bei der Kaffeezubereitung gibt es immer etwas Neues zu berichten. Der neuste Trend sind umweltfreundliche Einzelfilter aus Hanf oder Baumwolle, um die Müllberge zu reduzieren. Diese Filter lassen sich waschen und wiederverwenden. Allerdings gibt es keine Garantie, dass das Aroma des Kaffees nach dem Waschgang noch genauso gut ist wie vorher. Gute Filtertüten aus Papier sind nach wie vor die beste Wahl für alle, die ihren Kaffee noch mit der Hand aufschütten.

Bild: @ depositphotos.com / mapo_japan

Tommy Weber

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