TransFairMarkus Markert

TransFair

In der heutigen Zeit freut sich jeder, wenn er ein Schnäppchen machen kann, und das gilt auch beim Kaffee. Kaum jemand denkt darüber nach, wie dieser Preis zustande kommt und ob diejenigen, die den Kaffee anbauen, von ihrer Arbeit auch wirklich leben können. Die Verarbeitung der Kaffeebohnen und die Herstellung des Kaffees sind sehr aufwendig. Darum müssen die Kaffeehändler sehr genau kalkulieren, für den Kaffeebauern bleibt da nicht mehr sehr viel übrig. TransFair hat sich zum Ziel gesetzt, einen fairen Handel zu ermöglichen und damit die Lebensbedingungen der Kaffeebauern zu verbessern.

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Was ist TransFair?

Fairtrade Siegel KaffeeTransFair ist ein gemeinnütziger Verein, der im Jahre 1992 gegründet wurde und der heute von vielen verschiedenen Institutionen unterstützt wird. Die Bundesregierung gehört unter anderem zu den Förderern des Vereins, aber auch die Europäische Union und viele Entwicklungshilfeorganisationen helfen dabei, dass TransFair erfolgreich tätig sein kann. Mit dem Handel oder dem Import von Kaffee hat TransFair nichts zu tun, der Verein vergibt nur ein Siegel für alle Händler, die fair handeln. Es spielt für TransFair keine Rolle, ob der Händler das Siegel des Vereins als Argument für bessere Geschäfte nutzt oder ob Idealismus dahinter steckt. Wichtig ist für TransFair nur, dass alle Kriterien für einen fairen Handel erfüllt werden.

Wie arbeitet TransFair?

TransFair kontrolliert in regelmäßigen Abständen die Firmen, die das Fair Trade Siegel tragen und die Händler müssen darüber hinaus einen Teil ihres Gewinns an TransFair zahlen. Mit diesem Geld werden die Betreuung und die Kontrollen der Vertragspartner von TransFair finanziert, aber auch die Vermarktung des Siegels und die sehr umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. Obwohl TransFair sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen gemacht hat und sehr erfolgreich arbeitet, können die meisten Deutschen mit dem Begriff leider immer noch nichts anfangen.

Die Erfolge von TransFair

Bei der Gründung hatte TransFair ein klares Ziel vor Augen, der Verein wollte erreichen, dass fair gehandelter Bio-Kaffee in jedem Supermarkt verkauft wird. 1992 wurde fair gehandelter Kaffee nur in den sogenannten Weltläden verkauft und die Existenz dieser Läden war vielen Verbrauchern nicht bekannt. Heute, 23 Jahre nach der TransFair Gründung, wird fair gehandelter Kaffee in 30.000 Supermärkten und in 800 Weltläden in ganz Deutschland angeboten. TransFair konnte in den ersten zehn Jahren mehr als 150 Millionen Euro umsetzen. Heute liegt der Umsatz bei 654 Millionen Euro und mit diesem Geld werden Millionen von Kaffeefarmern, Pflückern und Bauern in mehr als 70 Ländern in Südamerika Afrika und Asien unterstützt.