FairtradeMarkus Markert

Fairtrade

Die Fairtrade Bewegung stammt aus den Niederlanden und war dort schon in den 1960er Jahren ein Thema. Von dort aus konnte sich der Fairtrade Gedanke zuerst in Europa und dann auch in Nordamerika fest etablieren. Heute ist Fairtrade ein global agierendes System, das vor allem den kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei hilft, von der Produktion und dem Verkauf ihrer Produkte leben zu können. Aber nicht nur der soziale Aspekt steht beim Fairtrade im Mittelpunkt, auch die Umweltverträglichkeit spielt eine wichtige Rolle.

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Was genau ist Fairtrade?

Fairtrade Siegel KaffeeBevor es Fairtrade gab, mussten vor allem die kleinen Kaffeebauern in Asien, Südamerika und Afrika mit dem Auf und Ab an den Terminbörsen für Kaffee leben. Sie mussten sich am Weltmarkt orientieren und sie hatten keine Chance, sich gegen die großen Händler durchzusetzen. Das bedeutete für viele dieser Kleinbauern ein Leben im sozialen Abseits, es gab Kinderarbeit und andere Maßnahmen, die die Kosten senken sollten, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dank Fairtrade gibt es heute festgelegte Mindestpreise, die den kleinen Kaffeebauern nicht nur die Existenz sichern, sondern es auch möglich machen, die Kosten für die Produktion zu senken. Auch die Möglichkeit in eine nachhaltige Zukunft zu investieren, wurde erst durch Fairtrade Realität. Heute profitieren 1,4 Millionen Menschen weltweit vom Fairtrade System.

Wie funktioniert Fairtrade?

Alle Produkte, die fair gehandelt wurden, wie zum Beispiel auch unser Bio-Kaffee, sind mit einem Label oder mit einem Gütesiegel gekennzeichnet. Das bekannteste Zertifikat wird von der Fairtrade Labelling Organisation, kurz FLO, an Fairtrade Produzenten in den Entwicklungsländern vergeben. Ein solches Label bekommen nur die Unternehmen, die nach den Prinzipien von Fairtrade, also sozial- und auch umweltverträglich sind. Die FLO ist mit unabhängigen Prüfern international unterwegs und kontrolliert, ob alle Standards auch umgesetzt werden. Leider gibt es aber keine offizielle Fairtrade Labels und das sorgt nicht selten für Verwirrung, wenn es um kleine oder unbekannte Fairtrade Siegel geht.

Was macht Fairtrade besonders?

Fairtrade sorgt nicht nur für faire Preise und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, es werden auch Prämien vergeben. Diese Prämien werden unter anderem an Kooperativen oder auch an Kaffeeplantagen ausgezahlt, die sich besonders um die Fairtrade Bewegung verdient gemacht haben. Wenn zum Beispiel eine neue Schule, ein Krankenhaus oder eine andere soziale Einrichtung aufgebaut werden, dann ist das ganz im Sinne von Fairtrade, und die Kooperative oder Plantage, von der die Initiative ausgeht, kann sich über eine Prämie von Fairtrade freuen. Prämien werden aber auch dann gezahlt, wenn es um den Umweltschutz geht.