KaffeemühleMarkus Markert

Kaffeemühlen von klassisch bis modern

Omas Kaffeemühle ist nicht out, sie wurde sogar im Laufe der Jahre ständig verbessert. Das führt dazu, dass mancher Kaffeegenießer seine Kaffeebohnen wieder selbst frisch mahlt, bevor er seinen Kaffee aufbrüht. Das Angebot an Kaffeemühlen ist sehr vielfältig geworden und reicht von der kleinen Handmühle bis zum elektrischen Komfortmodell. Alle Hersteller haben bei ihren Modellen Technik und Design verbessert, selbst die gute alte Handkurbelmaschine im Holzkorpus ist noch erhältlich. Nicht nur sie wird von Liebhabern frischen Bio-Kaffees benutzt, sondern auch die mit modernen elektrisch angetriebenen Scheibenmahlwerken.

Da der Geschmack einer Tasse Kaffee nicht alleine von guten Kaffeebohnen, sondern auch vom Mahlgrad abhängt, ist die Wahl der richtigen Kaffeemühle nicht ganz einfach. Grundsätzlich hängt die Entscheidung für oder gegen eine elektrische Mühle davon ab, wie häufig, und in welcher Menge, Kaffee gemahlen wird. Für den seltenen Gebrauch ist die Kurbelmühle angemessen, schneller und in größeren Mengen lässt sich mit der elektrischen Kaffeemühle Kaffeepulver herstellen.

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Das Mahlwerk der Kaffeemühle

Das Mahlwerk ist das wichtigste Element an einer Kaffeemühle, ob diese nun elektrisch oder durch die Handkurbel betrieben wird. Grundsätzlich werden drei unterschiedliche Arten Mahlwerke verwendet, die auch für die deutlichen Preisunterschiede sorgen. Das Schlagmahlwerk ist das bekannteste und das am meisten verwendete Mahlwerk. Es ist preiswert, weil es aus zwei Messern besteht, die die Kaffeebohnen durch schnelles Rotieren zerkleinern. Die Schlagmesser arbeiten so lange, wie der Knopf oder der Deckel gedrückt wird. Das kann leicht dazu führen, dass die Maschine heiß wird und dadurch auch das Kaffeepulver. Außerdem „zermahlen“ die Messer die Kaffeebohnen eher unregelmäßig.

Qualitätsmerkmale

Ein Scheibenmahlwerk sorgt für die schonende Verarbeitung von Kaffeebohnen. Hierbei handelt es sich um zwei Scheiben, die aufeinanderliegen und ähnlich wie bei einer Getreidemühle aus Keramikmaterial bestehen. Selbst wenn diese Mahlwerke zu viel Kaffeebohnen mahlen, können die Scheiben heiß werden und rösten den Kaffee praktisch nach. Auch diese Kaffeemühle sollte deshalb nicht für große Mengen benutzt werden.

Das Kegelmahlwerk ist ideal, wenn größere Mengen Kaffeepulver hergestellt werden sollen. Die Mahlscheiben haben eine größere Fläche und laufen mit weniger Umdrehungen. Dadurch erwärmen sie sich so gut wie gar nicht und schonen damit das Kaffeepulver. Sie sind außerdem sehr viel leiser beim Betrieb und produzieren ein gleichmäßig gemahlenes Kaffeemehl. Aber auch bei dieser Variante sind unterschiedliche Ausführungen erhältlich. Aufgrund der größeren Mahlfläche müsste auch die Kaffeemühle größer gebaut werden. Für den Hausgebrauch sind deshalb auch die Kegelmahlwerke klein und haben einen schwachen Motor. Dadurch kann ebenfalls eine Erhitzung der Kaffeebohnen erfolgen.

Manuelle Kaffeemühle

Auch die manuelle Handkaffeemühle hat große Vorzüge. Das Mahlwerk kann besonders bei guten Markengeräten stufenlos eingestellt werden, sodass feinstes Espressopulver oder grobes Kaffeepulver für die Kaffeemaschine hergestellt werden können. Eine Handkaffeemühle hat ein Kegelmahlwerk, das durch die langsame Geschwindigkeit der Umdrehung sehr schonend und zuverlässig arbeitet. Die Kaffeebohnen werden deshalb ohne Erwärmung gemahlen und zu einem unvergleichlich guten Kaffee zubereitet. Die Handkaffeemühle hat außerdem den Vorteil, sehr langlebig zu sein, das erklärt auch, warum bis heute die alten Modelle von der Großmutter in Betrieb sind.

Reinigung und Pflege

Auch hier sind die Handkaffeemühlen im Vorteil, denn sie sind nicht anfällig für Störungen oder Defekte. Trotzdem müssen sie ebenso wie ihre elektrischen Kollegen gesäubert werden, und zwar regelmäßig! Wenn sich Reste vom Kaffeepulver in den feinen Ritzen absetzen, können sie durch das im Kaffee enthaltene Fett ranzig werden. Sie riechen nicht nur unangenehm, sondern stecken auch die eingefüllten neuen Kaffeebohnen damit an. Das Ergebnis wäre ein schlecht schmeckender Kaffee, obwohl man eigentlich einen guten Bio-Kaffee eingefüllt hat! Es ist lediglich ein Pinsel notwendig, um in alle Ecken der Kaffeemühle zu gelangen, und dort die Kaffeepulverreste herauszufegen. Für elektrische Mühlen gilt natürlich das Gleiche, aber hier ist die Reinigung nicht ganz so einfach. Zwar können die Mühlen zerlegt werden, aber das ist mit großem Aufwand verbunden.